Starke Wirtschaft und stabile Finanzen
Kasseckert und Finanzminister Schäfer sprechen vor Unternehmern
„Erstmals seit 50 Jahren macht das Land Hessen keine neuen Schulden“, betonte der Finanzminister zu Beginn seiner Rede. Mehr noch, erstmals seit 50 Jahren wurden Schulden abgebaut und die Weichen für einen dauerhaft ausgeglichenen Haushalt gestellt. Es gehe dabei nicht nur um das Einhalten der Schuldenbremse, sondern auch um Verantwortung für künftige Generationen. Zudem sei dies ein Punkt, was den Standort Deutschland und Hessen auszeichne: Verlässlichkeit und Stabilität politischer Entscheidungen. Das werde im Moment sehr deutlich bei den anstehenden Standortentscheidungen der Finanzbranche infolge des Brexits. „Hessen und Frankfurt werden davon profitieren“, ist Schäfer überzeugt. Das bedeute aber, dass der eingeschlagene Kurs fortgesetzt werden muss. Er habe Verständnis, so Schäfer, dass in Wahlkampfzeiten von den Herausforderern vielen alles versprochen werde. Aber allein die Versprechungen im SPD-Wahlprogramm belaufen sich auf jährliche Mehrkosten in Höhe von rund 4 Milliarden Euro. Zur Ehrlichkeit gehöre es, dann aber auch einen Finanzierungsvorschlag zu machen. Ein Rückfall zum Schuldenmachen sei jedenfalls für ihn der falsche Weg. Im Wahlprogramm der Union stehen daher nur Punkte, die wir in der Lage sind, auch zu leisten, unterstrich er.
Bei der anschließenden Diskussion mit den Gästen kam auch das Dieselfahrverbot zur Sprache. Hier habe die CDU eine klare Position: Es darf keine Nachrüstung auf Kosten der Autofahrer geben. Der Ball liege allein im Spielfeld von Wirtschaft und Politik, betonten Kasseckert und Schäfer mit Blick auf die anstehenden Entscheidungen im Bund. Die getrübte Stimmung in der Bevölkerung mit Blick auf die Bundespolitik war ebenfalls Thema der Diskussion. Die letzten Wochen haben zur Verunsicherung geführt. „Man habe den Eindruck gewinnen können, Berlin drehe sich nur um sich selbst.“ Obwohl, so Kasseckert auch in Sachfragen wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht wurden. Die innerparteiliche Entwicklung und das überraschende Ergebnis bei der Wahl des Fraktionsvorsitzenden werteten Kasseckert und Schäfer indes als ein gutes Signal. Es zeige, dass über die Bundestagsabgeordneten auch die Stimmung der Bevölkerung aufgegriffen werde und die CDU-Fraktion mit neuen und frischen Kräften in Berlin die wichtigen Themen anpacken wird. Bis zum Wahltag, dem 28. Oktober, gelte es daher alle Möglichkeiten zu nutzen, um für die CDU auf die Erfolge, aber auch die Zielsetzungen hessischer Politik hinweisen zu können. „Wir sind davon überzeugt, dass wir Hessen mit den richtigen Weichenstellungen auch in eine weiterhin gute Zukunft führen können“, gaben sich die beiden Unionspolitiker zuversichtlich.