Kasseckert fordert Konsequenzen für ViaBus
Neben den wirtschaftlichen Fragen hat sich aber nun gezeigt, dass die Firma ViaBus offenbar nicht in der Lage ist, die angebotene und abgefragte Leistung fachlich zu erfüllen. Es häufen sich gravierende Mängel. Kasseckert kennt auch aus dem eigenen Verwandten- und Freundeskreis Beispiele, dass die Fahrer weder der deutschen Sprache mächtig sind, keine Auskünfte über den Linienverkehr geben können oder nicht einmal in der Lage sind, die Fahrpreise zu erheben. Ganz zu schweigen von den Problemen am Schuljahresbeginn. Dort wurden zum Beispiel Schülerinnen und Schüler auf der Strecke in Neuberg ausgesetzt. „Ich frage mich, wie viele Beispiele noch nötig sind, um festzustellen, dass die Firma ViaBus nicht in der Lage ist, den Auftrag ordnungsgemäß abzuwickeln.“ Kasseckert forderte die Verantwortlichen beim Kreis auf, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Wenn ein Auftragnehmer einen Auftrag fachlich nicht erfüllen kann, ist seine Zuverlässigkeit in Frage zu stellen, betont der Landtagsabgeordnete. Im Sinne aller Beteiligten wäre es nun wichtig, dass die Verantwortlichen des Main-Kinzig-Kreises schnell handeln. Es zeigt sich, dass es im Nachhinein ein Fehler war, die Ausschreibungskriterien nicht stärker auf die Qualität abzustellen, sondern nur auf den Preis zu schauen. Kasseckert hat auch die Vergabekammer über die aufgetretenen Probleme informiert und hofft, dass dies in die Prüfung mit einfließt. „Das Vergabeverfahren ist ein kompliziertes Verfahren. Wir müssen auf Landesebene dafür sorgen, dass es einfacher und vor allem mittelstandsfreundlicher wird. Ein solcher Zirkus, den wir hier erlebt haben, ist nicht im Sinne des Gesetzgebers und sollte für die Zukunft ausgeschlossen werden,“ schließt Kasseckert.