CDU-Wirtschaftspolitiker fordern Zukunftspakt Luftverkehr
Die wirtschaftspolitischen Sprecher von CDU/CSU aus den Ländern fordern von der Bundesregierung eine grundlegende Kurskorrektur in der Luftverkehrspolitik. Mit ihrem Beschlusspapier „Luftverkehrsstandort Deutschland stärken – Wettbewerbsfähigkeit sichern, Konnektivität erhalten, Zukunft gestalten“ setzen sie sich für spürbare Kostenentlastungen, weniger Bürokratie und den Erhalt internationaler Flugverbindungen ein. Kern der Forderung ist ein gemeinsamer „Zukunftspakt Luftverkehr Deutschland“ von Bund und Ländern:
„Deutschland kann es sich nicht länger leisten, seine Luftverkehrswirtschaft durch hohe staatliche Abgaben und überbordende Regulierung im europäischen Wettbewerb zu benachteiligen. Während der weltweite Luftverkehr wächst, verlieren wir Verbindungen, Marktanteile und Wertschöpfung. Die Bundesregierung muss jetzt handeln, statt den schleichenden Bedeutungsverlust unseres Luftverkehrsstandorts weiter hinzunehmen“, erklärt Winfried Mack, Vorsitzender der Vereinigung der wirtschaftspolitischen Sprecher und Abgeordneter im baden-württembergischen Landtag.
Die wirtschaftspolitischen Sprecher tagten am 25. und 26. Oktober 2026 in Eltville im Rheingau und am Flughafen Frankfurt. Im Rahmen der Beratungen führten sie Gespräche mit Vorstandsmitgliedern der Deutschen Lufthansa und der Fraport AG, um sich über die Herausforderungen und Perspektiven der Luftverkehrswirtschaft auszutauschen.
Heiko Kasseckert, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Hessen, unterstreicht die Bedeutung des Luftverkehrs für den Wirtschaftsstandort Hessen: „Der Flughafen Frankfurt ist ein internationales Drehkreuz und ein zentraler Standortfaktor für Hessen und ganz Deutschland. Wenn Fluggesellschaften ihre Flugzeuge zunehmend im Ausland stationieren und internationale Verbindungen verloren gehen, trifft das unsere Unternehmen, den Mittelstand und tausende Arbeitsplätze. Wir brauchen eine Luftverkehrspolitik, die Wachstum ermöglicht, statt Wettbewerbsnachteile zu verschärfen.“
Die Forderungen der CDU-Wirtschaftspolitiker sind konkret. Die Luftverkehrsteuer muss weiter sinken, die seit 2021 stark gestiegenen Flugsicherungsgebühren müssen kurzfristig deutlich reduziert und staatlich verursachte Kosten insgesamt auf ein wettbewerbsfähiges europäisches Niveau zurückgeführt werden. Hinzu kommen schnellere Genehmigungsverfahren, ein konsequenter Bürokratieabbau und der Verzicht auf nationale Sonderauflagen bei der Umsetzung europäischer Vorgaben. Zugleich sollen die regionalen Anbindungen an die Drehkreuze Frankfurt und München gesichert sowie der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg durch nationale Airlines gestärkt werden.
„Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen Investitionen in effizientere Flugzeuge, nachhaltige Kraftstoffe und innovative Technologien, aber unter fairen Wettbewerbsbedingungen“, betont Mack.
Die CDU-Wirtschaftspolitiker richten deshalb einen klaren Appell an die Bundesregierung. Sie soll gemeinsam mit den Ländern einen „Zukunftspakt Luftverkehr Deutschland“ auf den Weg bringen. Ziel ist es, Kosten zu senken, Verfahren zu beschleunigen und die Transformation der Luftfahrt wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. Kasseckert sagte: „Deutschland muss wieder ein attraktiver Standort für Airlines, Flughäfen und die gesamte Luftfahrtindustrie werden. Internationale Erreichbarkeit ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg.“ Gemeinsam formulierten Mack und Kasseckert abschließend: „Wir brauchen faire Wettbewerbsbedingungen statt immer neuer Belastungen. Deutschland darf seine internationale Anbindung nicht verspielen.“
Das Beschlusspapier „Luftverkehrsstandort Deutschland stärken: Wettbewerbsfähigkeit sichern – Konnektivität erhalten – Zukunft gestalten“ finden Sie im Anhang.